Brücke Karl-Heine-Bogen

Punktwolke von der Brücke Karl-Heine-Bogen

Detailvermessung Schraube

Punktwolke und 3D-Modell der Brücke Karl-Heine-Bogen

3D-Modell Brücke Karl-Heine-Bogen

3D-Modell Absperrbauwerk Großosida

15.11.2016

BIM - smart planen, bauen und nutzen

Die Auftaktveranstaltung unserer Vortragsreihe „BIM – smart planen, bauen und nutzen“ am .11.2016 gab einen ersten Einblick in das Thema Building Information Modeling. Im ersten Teil wurden sowohl die Grundzüge der BIM-Methode sowie ihre Effizienzpotenziale aufgezeigt, aber auch den Mehraufwand für die Implementierung von BIM beschrieben. Im zweiten Teil lag der Fokus ganz auf dem BIM-Workflow und den damit verbundenen Rollen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten. So ging es beispielsweise darum, den Unterschied zwischen dem BIM-Manager und dem BIM-Koordinator deutlich zu machen, den BIM-Referenzprozess vorzustellen und darüber hinaus die HOAI-Konformität von BIM-Projekten zu klären. Besonders die Frage nach der Formulierung einer adäquaten Aufgabenstellung für BIM-Projekte interessierte unsere Gäste. So galt es zu umreißen, was eine Auftraggeberinformationsanforderung (AIA) beinhalten sollte, da diese nicht zuletzt den Beitrag zur BIM-Anwendung auf Seite des Auftraggebers darstellt. Im Gegensatz dazu ist vom Auftragnehmer daraus ein BIM-Abwicklungsplan (BAP) zu erstellen. Um aufzuzeigen, wie umfangreich ein BAP gestaltet ist, wurden dessen Bestandteile im Anschluss genauer beleuchtet.

 

Im mit Spannung erwarteten dritten Teil unseres Workshops wurden die Arbeitsstände unserer Pilotprojekte vorgestellt. Als Einstieg diente die Bestandsaufnahme der Brücke Karl-Heine-Bogen. Das Bauwerk wurde unter Einsatz von Flugrobotern mit entsprechendem Kamera- und Sensorequipment photogrammetrisch von der Firma ProCopter GmbH erfasst.

https://youtu.be/Y1IflrZ3mWI     Flugsimulation Brücke Karl-Heine-Bogen

https://youtu.be/aLdAI3J_GQQ  Detailanimation Schaden am Überbau

Besonders spannend bei unserer Zusammenarbeit war das Zusammenspiel unseres „Ingenieursblicks“ mit dem Spektrum an Möglichkeiten die diese Technik bietet, insbesondere für die Anwendung bei Bauwerksprüfungen und die Kontrolle schwer zugänglicher Bauteile.
Die aufgenommene Punktwolke war Grundlage für die vorgestellte 3D-Modellierung des Brückenbauwerks. In einem nächsten Schritt  wurde das Modell durch Hinzufügen von Bauteilinformationen für weitere Bauwerksanalysen BIM-fähig gemacht. Die hierfür benötigten Bauwerksdaten wurden uns zur Unterstützung des Pilotprojekts vom Verkehrs- und Tiefbauamt Leipzig zur Verfügung gestellt.

Anhand des zweiten Pilotprojektes „Absperrbauwerk Großosida“ konnten weitere Erkenntnisse und Ergebnisse der BIM-Methode präsentiert werden. Ziel der Neuplanung des Absperrbauwerkes und der Errichtung der zugehörigen Deichanlagen ist die Schließung der Hochwasserschutzlinie westlich von Zeitz. Vertiefend wurde die Anwendung der BIM-Methode in den Programmen Autodesk Revit und AKG Vestra vorgestellt. Von besonderer Bedeutung war hierbei die automatisierte Anpassung einzelner Bauteile an eine Veränderung des Bemessungshochwasserstandes (BHW).

Die anschließenden Gespräche und geführten Diskussionen bestätigten, dass das Interesse für BIM-Methode nachhaltig geweckt wurde und der nächste Workshop in Kürze folgen sollte.